Ich hab sie nicht gezählt – eine unartige Biografie von Dolores Schmidinger

Von Bloggdeinbuch.de (siehe meine Empfehlungen) und vom Verlag Kremayr & Scheriau habe ich vor einiger Zeit das Buch „Ich hab sie nicht gezählt – eine unartige Biografie“ der Autorin Dolores Schmidinger zur Verfügung gestellt bekommen.

Inhalt:
Wenn die Dolly mit achtzig keine Liebhaber mehr hat, dann wird sie welche erfinden, damit es was zum Erzählen gibt, meinte einmal Andrea Händler zu ihrer Freundin Dolores Schmidinger. Doch die Sorge ist verfrüht, es gibt einstweilen noch genug zu erzählen, Erotisches, Frivoles und Unartiges aus dem Leben der Dolly S.
Etwa von der kleinen Doris, deren Vater sie allzu sehr geliebt hat, von den wilden 68ern, die der freien Liebe frönten, von vier Ehemännern, mit denen sie allerlei Überraschungen erlebte, und von erotischen Abenteuern und Ausflügen, die sie u.a. in die Lack-und-Leder-Szene führten. Natürlich, eine Statistik der Lover lässt sich nicht erstellen Dolores zählte nicht mit, sondern lebte mehr nach dem Motto: Der Nächste, bitte! Das tut aber dem vergnüglichen Einblick in ihr Liebesleben keinen Abbruch. Denn auch wenn nicht alles immer lustig war, hat sie nie darauf vergessen, sich selber nicht ganz ernst zu nehmen. Und schon gar nicht ihre Liebhaber.

Hand

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Produktdetails:
ISBN-10: 3-218-00845-X
Erscheinungsdatum: August 2012

Verlag: Kremayr und Scheriau
Einband: gebunden
Sprache: deutsch

Seitenanzahl: 240
Gewicht: 468 g
Maße: 22,3 x 14,6 cm

Preis: 22 Euro


Meine Rezension:

Dolores Schmidinger ist eine bekannte österreichische Schauspielerin und Kabarettistin. Sie erzählt von ihrem Missbrauch durch ihren Vater als Kind (welcher ihr erst später als erwachsene Frau bewusst wird), von ihrer Alkoholsucht, von ihrer Bulimie-Erkrankung, von ihrer Arbeit, ihren 4 Ehemännern und ihren sonstigen Männer- & Bettgeschichten.
Ihre Alkoholsucht und ihre Bulimie-Erkrankung erwähnt sie nur nebenbei. Dadurch scheint es das Normalste auf der Welt zu sein, zuviel zu trinken und sich nach dem Essen zu erbrechen.
Ihre Männer- und Bettgeschichten werden nur oberflächlich behandelt. Sie verliebt sich meistens ziemlich schnell in einen Mann und verliert dann auch wieder genauso schnell das Interesse. Wird jedoch sie verlassen, ist ihr Schmerz meist nur von kurzer Dauer. Ganz nach dem Motto: Der Nächste, bitte!
Dolores Schmidinger geht aus dem Buch als eine Frau hervor, die viel mitgemacht hat, verletzlich und in ihrem Inneren unglücklich ist. Dennoch hat sie die Lust am Leben und an der Liebe nicht verloren und kostet jeden Augenblick aus.
Dolly hat mit ihren 66 Jahren bestimmt einiges zu erzählen und ich finde es schade, dass sie nicht mehr aus ihrer Biografie gemacht hat. Sie erzählt ihr Leben in einem rasanten Tempo und geht wenig in die Tiefe. Es ist mehr oder weniger eine Aufzählung ihrer Männer- und Bettgeschichten. Wichtige Abschnitte ihres Lebens werden nur kurz angeschnitten.
Obwohl mir ihr Schreibstil sehr gut gefällt, da auch immer wieder der Wiener-Dialekt mit einfließt, konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Teilweise fand ich es auch etwas fade und es fehlte der gewisse Pfiff. Weiters ist man ziemlich schnell durch mit der Biographie, denn sie hat gerade mal 240 Seiten und die Schrift ist nicht gerade klein.
Da meine Erwartungen nicht getroffen wurden und mir das Buch zu wenig Tiefe hat gibt es ein

–> GENÜGEND <–

Danke!

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